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giftige Pflanzen für Hunde !!


für Hunde giftige Pflanzen im Haushalt oder Garten!!

Wenn dein Hund eine dieser  Pflanzen gefressen hat, rate ich dringend dazu den Tierarzt aufzusuchen.

 

Einige habe ich hier zusammengefasst um mehr Sicherheit für unsere Vierbeiner zu schaffen.

 

 

 

Adonisröschen

 

Adonisarten enthalten Herzglycoside und sind in Ihrer Wirkung der des Roten Fingerhutes sehr ähnlich. Der Vergiftungsverlauf zeigt sich in Übelkeit und Erbrechen, Krämpfen und Durchfällen (ev. blutig). Weiterhin kann es zu Störungen des Herzrhythmus, zu Atemnot und bei entsprechend starker Vergiftung zum Herzstillstand kommen

 

Bereits 0,02 g des Giftes führen zu Erbrechen und Durchfall.

 

Die Tiere sind benommen und taumeln.

 

 

 

Avocados

 

Avocados enthalten den für Hunde (und viele andere Tiere) giftigen Inhaltsstoff Persin.

Persin führt zu einer schweren Herzmuskelschädigung.

Nach der Aufnahme von Persin kommt es zu Atemnot und Husten. Puls-  und Herzfrequenz gehen in die Höhe. Es kommt zu Ödemen in der Unterhaut, besonders an Hals und Unterbauch, bis es  schließlich auch zur Bauchwassersucht (Aszites) kommt.  Am Röntgen sieht man eine Herzvergrößerung.

Eine Vergiftung  mit Persin endet fast immer tödlich.

 

 

 

Bittere Mandel, Bittermandel

 

Bittere Mandeln enthalten das Glycosid Amygdalin, das durch ein Enzym und durch die Magensäure in Blausäure gespalten wird. Eine bittere Mandel enthält ca. 1 mg Blausäure, 6 - 10 Mandeln gelten als tödliche Dosis bei Kinder, 50 - 60 Kerne bei Erwachsenen. Bei Hunde sieht das nicht anders aus !!

 

Im Falle einer Vergiftung kommt es zur Lähmung des Atemsystems. Das Gift Amygdalin kommt auch in den Kernen, bzw. Samen von Pfirsich, Kirsche, Pflaume, Apfel und Birne vor, wobei sich die deutlich größte Menge in der bitteren Mandel findet.

 

 

 

Buchsbaum

 

Alle Teile der Pflanze, vor allem aber die Blüten und die junge Rinde enthalten das Alkaloid Cyclobuxin. Die Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfälle, Übererregbarkeit und Krämpfe. Bei starker Vergiftung kann es auch zu Lähmungen und sogar zum Tod durch Atemlähmung kommen.

 

 

 

 

 

Christrose

 

Die Pflanze enthält das Saponin Helleborin und Protoanemonin.Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute, Herzrhythmusstörungen, erweiterte Pupillen, Atemnot und starker Durst.

 

Es kann auch zum Tod durch Atemlähmung kommen.

 

Schwere Vergiftungen können schon nach dem Verzehr von 3 reifen Samenkapseln eintreten.

 

Die Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Koliken, nervöse Erregung und Lähmung.

 

 

 

Dieffenbachie

 

Die Wirkstoffe sind noch nicht eindeutig festgestellt. Es handelt sich aber um Glycoside, Alkaloide und Saponine sowie um Calciumoxalat-Nadeln. Beim Berühren der Pflanze öffnen sich so genannte Schießzellen, welche die Nadeln und die anderen Giftstoffe herausschießen und somit zu Verletzungen der Haut und des Auges führen können.

 

Äußerlich kommt es zu starken Reizungen der Haut. Gelangt der Saft in das Auge, so erfolgt Entzündung und Verätzung der Bindehaut, starker Tränenfluss und Krämpfe der Lider.

 

Bei innerer Aufnahme sind die Symptome Brennen, Anschwellung und Rötung der Schleimhäute sowie der Zunge. Dabei kommt es auch zu erhöhter Speichelproduktion, zu Sprechbehinderung und Schluckbeschwerden.

 

Weitere Folgen der Vergiftung können Übelkeit, Durchfall, Störungen des Herzrhythmus, Benommenheit und Lähmungen sein. Die Giftwirkung ist bei den einzelnen Arten unterschiedlich. Einen hohen Wirkstoffgehalt weisen die Arten Dieffenbachia seguine und Dieffenbachia picta auf.

 

Eine Vergiftung der Tiere zeigt sich in starker Reizung des Mauls, Reizung von Magen, Darm und Hals. Die Tiere haben Schluckbeschwerden, Atemnot, Verlust der Stimme; auch kommt schon mal blutiger Durchfall vor.

 

 

 

Eibe

 

Die Nadeln und Samen enthalten das herzwirksame Alkaloid Taxin, der rote Samenmantel ist giftfrei. Die Wirkung auf das Herz ist stärker als die der Fingerhutblätter. Die ersten Vergiftungserscheinungen beginnen bereits nach etwa einer Stunde. Die Herzfrequenz beschleunigt sich erst, um sich danach immer mehr zu verlangsamen und der Blutdruck sinkt ab. Auch das Einatmen des Blütenstaubes soll gefährlich sein; in England sollen dadurch 5 Rentner gestorben sein.

Somit sind auch allergische und brochialasthmatische Reaktionen durch das Einatmen des Blütenstaubes möglich.

 

Die Eibe ist tödlich giftig für Hunde.

 

Vergiftungserscheinungen sind Speichelfluss, die Tiere haben Schaum vor dem Maul, weiterhin starke Entzündung von Magen und Darm, Krämpfe, Durchfall oder auch Verstopfung, ferner Blasenentzündung verbunden mit zuerst starkem, später vermindertem Harndrang, Taumeln, Herz- und Kreislaufkollaps und Atemlähmung.

 

Die tödliche Dosis nach Aufnahme der Eibennadeln liegt für Hunde bei ca. 30 g; der Tod kann bereits nach 5 Minuten eintreten.

 

 

 

Blauer Eisenhut (+ weitere Arten)

 

Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas. Er enthält vorwiegend in den Knollen, aber auch sonst in der ganzen Pflanze das stark wirksame Alkaloid Aconitin.

 

Schon wenige Gramm der Pflanze (entsprechend 3 - 6 mg Aconitin) können für einen Erwachsenen tödlich wirken.

Das Gift ist auch in der Lage durch die Haut einzudringen.

 

Eisenhut ist für Hunde sehr giftig.

 

Eine Vergiftung zeigt sich in starkem Speichelfluss, Pupillenvergrößerung, Erregungen, Unruhe, Durchfällen, Krämpfen, erhöhte Körpertemperatur, Herzrhythmusstörungen und aufsteigende Lähmung mit Lähmung von den Gesichtsmuskeln und der Zunge.

 

Der Tod tritt unter starken Schmerzen durch Atemlähmung oder Versagen des Kreislaufes ein, wobei die tödliche Dosis beim Hund bei ca. 5 g der getrockneten Wurzel liegt.

 

 

 

 

 

Engelstrompete, Stechapfel

 

Die Pflanzen enthalten (S)-Hyoscyamin und in jungen Pflanzen auch geringe Mengen Scopolamin. Das Atropin, das sowohl in Stechapfel wie in Tollkirsche vorkommt, ist in Wirklichkeit eine Mischung aus (S)-Hyoscyamin und (R)-Hyoscyamin.

 

Die Vergiftungssymptome bei Menschen sind stark erweiterte Pupillen (Glanzaugen), fehlendes Erbrechen, Trockenheit der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich, woraus sich Schluck- und Sprachstörungen ergeben. Hautrötung und Pulsbeschleunigung, wie sie bei einer Tollkirschenvergiftung typisch sind, können bei Vergiftung mit Stechapfel fehlen, da der Gehalt an Scopolamin höher und der Atropinanteil niedriger ist als bei der Tollkirsche. 2 - 4 Stunden nach der Giftaufnahme können starke Halluzinationen auftreten, die mitunter tagelang anhalten. Starke Vergiftung führt zu motorischer Unruhe des Patienten, zu Weinkrämpfen und Rededrang sowie zu Raserei und Tobsuchtsanfällen, ferner erfolgt Bewusstlosigkeit und narkoseähnlicher Schlaf. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein.

 

Die Giftstoffe wirken auf Tiere nicht so stark, wie auf den Menschen.

Dennoch ist der Stechapfel und die Engelstrompete giftig für Hunde.

 

Die Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfall sowie Herzrhythmusstörungen.

 

 

 

Fingerhut

 

Fingerhut enthält vorwiegend in ihren Blätter die hochgiftigen Digitalisglycoside.Der Gehalt der Glycoside schwankt je nach Tages- und Jahreszeit zwischen 0,1 und 1 %. Nachmittags ist der Gehalt höher als am Vormittag.

 

Alle Digitalis-Arten sind giftig für Hunde.

 

Eine Vergiftung zeigt sich in Erbrechen und blutigem Durchfall.

Die Tiere sind benommen und taumeln, es kommt zu Herzrhythmusstörungen und bei entsprechend starker Vergiftung zum Herzstillstand.

 

Für Hunde sind 5 g bereits tödlich.

 

 

 

Herbstzeitlose

 

Die Herbstzeitlose enthält das Gift Colchicin, das Ähnlichkeiten mit Arsen aufweist. Vergiftungen mit der Pflanze sind nicht selten. Die ersten Symptome einer Vergiftung beginnen nach 2-6 Stunden.Colchizin ist ein Zellgift, welches die normalerweise erfolgende Trennung der Chromosomen bei der Meiose (Reduktionsteilung) verhindert.

 

Die Herbstzeitlose ist giftig für Hunde. Eine Vergiftung kann im Sommer auftreten, wenn die Tiere die Pflanze mit den Samenkapseln fressen und im Herbst durch die Blüten.

 

Vergiftungssymptome sind Verweigerung der Nahrung, Erbrechen, Speichelfluss, Schweißausbrüche, Koliken und blutiger Durchfall.

Es kommt weiterhin zu Kreislaufstörungen und zu Lähmungen.

 

Der Tod tritt bei entsprechend starker Vergiftung nach 1 - 3 Tagen durch Atemlähmung ein.

 

 

 

 

 

Maiglöckchen

 

 

 

Die giftigen Inhaltsstoffe ähneln denen des Roten Fingerhutes.

 

Es handelt sich um herzwirksame Glycoside, der Hauptwirkstoff ist das Convallatoxin.

Die Giftstoffe sind in allen Teilen der Pflanze enthalten, aber insbesondere die roten Beeren stellen eine Gefahr dar. Auch Blumenwasser in dem Maiglöckchen gestanden haben nimmt die Gifte auf.  Glücklicherweise sind starke Vergiftungen selten, da die Giftstoffe vom Körper schlecht aufgenommen werden.

 

Die Tiere leiden im Fall einer Vergiftung unter Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall, Teilnahmslosigkeit, Krämpfe, Verlangsamung des Herzschlages.

 

 

 

Narzissen

 

Die gesamte Pflanze, vorwiegend aber die Zwiebel enthalten verschiedene Alkaloide, unter anderem das Lycorin.

 

Vergiftungen sind durch eine Verwechslung der Narzissenzwiebel mit der Küchenzwiebel möglich, aber auch das Blumenwasser ist giftig. Der Saft der Narzissen wirkt auch äußerlich auf die Haut (Narzissendermatitis)

 

Die Vergiftungssymptome sind Magen- und Darmbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Krämpfe, Zittern sowie Herzrhythmusstörungen.

 

Bei Hunden können bereits 15 g der frischen Zwiebel zum Tod führen

 

 

 

Oleander

 

Die Pflanze enthält das herzwirksame Glycosid Oleandrin.

 

Die Glycoside bewirken Herzrhythmusstörungen, was bei entsprechend starker Vergiftung nach 2 - 3 Stunden auch zum Tod durch Herzlähmung führen kann. Die Wirkung des Giftes gleicht dem des Roten Fingerhutes.

Teilweise kommt es auch bei Berührung der Pflanze zu Hautreizungen.

Der Milchsaft kann durch Wunden in die Haut eindringen und so zu Vergiftung führen.

 

Oleander ist für Hunde tödlich giftig.

 

Die Vergiftungssymptome sind Pupillenerweiterung, Absinken der Körpertemperatur und damit verbunden kühle Beine sowie Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall. Der Tod tritt, wie beim Menschen, durch Herzlähmung ein.

 

Oleander wird auch als Kübelpflanze in Parks oder auf öffentlichen Plätzen gehalten. Fallen die Blüten oder Blätter herunter oder liegen von Wind oder Sturm abgebrochen herum, stellen sie für Hundewelpen eine Gefahr dar.

 

 

 

 

 

Stechpalme

 

Blätter und Beeren enthalten Urolsäure und Polyphenole.

Die Giftstoffe bewirken Erbrechen, Magen - und Darmbeschwerden und Durchfälle.

 

Die ersten Symptome können bereits nach der Aufnahme von 2 Beeren erfolgen. Die Menge von 20 - 30 Beeren kann unter Umständen lebensbedrohlich sein.

 

Für Hunde kann eine Vergiftung tödlich verlaufen; so liegt die tödliche Dosis für einen Hund bereits bei 20 Beeren. Vergiftung zeigt sich durch Schläfrigkeit, Erbrechen, Magen-Darmbeschwerden, Durchfall, möglicherweise Schädigung des Kreislaufes und des Herzens.

 

 

 

 

 

Tollkirsche

 

 

 

Die Pflanze enthält die Alkaloide Atropin, (S)-Hyoscyamin und Scopolamin.Das Atropin, das sowohl in der Tollkirsche wie im Stechapfel vorkommt, ist in Wirklichkeit eine Mischung aus (S)-Hyoscyamin und (R)-Hyoscyamin.

 

 

 

Der Giftgehalt der Tollkirsche ist entsprechend des Standortes stark verschieden.

 

Die Vergiftungssymptome sind Trockene Schleimhäute, Schluckbeschwerden, Durst, erweiterte Pupillen, Erregung, Sehstörungen, Verstopfung, erhöhte Pulsfrequenz und Atmung, Herzklopfen und Anstieg der Körpertemperatur. Im Falle einer starken Vergiftung kommt es zu Störungen im Bewegungsablauf, zu Tobsuchtsanfällen und letztlich zum Tod durch Atemlähmung.

 

 

 

Weintrauben und Rosinen

 

Amerikanischen Untersuchungen zufolge sind Weintrauben giftig für Hunde.

Rosinen sind möglicherweise sogar noch gefährlicher.

 

Die Untersuchungen stammen unabhängig voneinander vom ASPCA's Animal Poison Control Center und Veterinary Poisons Information Service. Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall sowie Magenschmerzen.

Nach 24 Stunden kam es bei schwerer Vergiftung zu Symptomen von Nierenversagen. Bei Blutuntersuchungen wurden erhöhte Nierenwerte und zu viel Kalzium im Blut festgestellt. Nur die Hälfte von 10 betroffenen Tieren, also 5, überlebten. Amerikanische Forscher schätzen, dass 11,6 g Weintrauben pro Kilogramm Körpergewicht des Tieres zu Vergiftungserscheinungen führen können; Wissenschaftler aus Großbritannien ermittelten 14 g pro Kilo Körpergewicht an Rosinen, die für den Tod eines Labradors verantwortlich waren.

 

Auch Trester, also der getrocknete Rückstand bei der Weinpressung, ist hoch giftig für Hunde. Vermutlich hat es dadurch bereits mehrere Todesfälle gegeben.

 

Also, besondere Vorsicht in Weinbaugebieten oder an Stellen, wo der Trester als Dünger ausgebracht wurde.

 

Es scheint allerdings so zu sein, dass Hunde sehr unterschiedlich auf Trauben, Rosinen und Trester reagieren, einige sind wohl besonders empfindlich, andere können mehr vertragen, ohne Vergiftungsanzeichen zu zeigen. Dies ist übrigens unabhängig von Rasse und Geschlecht und dem Alter. Es liegt wohl einzig an der genetischen Beschaffenheit des jeweiligen Tieres.

 

Genauere und vor allem mehr Informationen findest Du bei der Quelle meiner Informationen:

 

www.botanikus.de

 

 
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